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klangdynamik.de
Dieser Maximilian Hecker ist schon ein Vollblutmusiker, wie man ihn
heutzutage im Pop Business nur noch selten erlebt. Vom
Straßenmusikanten zum schillernden Popstar, klingt fast wie aus
einen Märchen der Gebrüder Grimm. Doch so weit ist es noch
nicht. Mit seinem 3. Album muss er sich erst noch beweisen und das wird
nicht leicht. Nicht dass 'Lady Sleep' kein Potential hätte, im
Gegenteil - Die Frage ist eher, gibt es genügend Hörer die
sich dem ganzen stellen können?!
Das Album bietet wie bereits aus seinen beiden Vorgänger ('Rose'
& 'Infinite Love Songs') bekannt, ruhige und balladeske Klänge.
Nur einmal und zwar in 'Yeah, Eventually She Goes' ist ein kurzes
aufheulen der Gitarren zu vernehmen. Ansonsten zaubert Maximilian Hecker
eine Melange aus zarten Klaviermelodien, dezenten Streicher,
Gitarrengezupfe und einem schon sehr melancholischen Sing Sang. Der
oberflächliche Hörer wird dazu neigen, diese Musik als
Soundtrack für frisch verliebte zu taufen. Pfui, nix da. Maximilian
Hecker macht eher Musik für Vergessene, wer auch immer das sein
mag.
Manch einer wird Vergleiche zu Sigur Rós ziehen, was auch nicht
wirklich verkehrt ist. Vor allem die Single 'Help Me' hat einen schon
sehr isländisch klingenden Vibe. Aber gut so, mir gefällt's
und anderen bestimmt auch.
Tja, und da sind wir schon beim abschließenden Fazit. Die einen
werden 'Lady Sleep' lieben und am liebsten gar nicht mehr loslassen
wollen, andere wiederum werden dies als billigen Gefühlsquatsch
abstempeln. Maximilian Hecker wird wohl weiterhin eher die zweite Geige
im Pop Business spielen. Vielleicht auch besser so, so lange er solch
zauberhafte Alben wie 'Lady Sleep' veröffentlicht.
[9/10]
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